SATZUNG

Die Satzung des VdHR

 

  • 1 Name und Sitz

    §1.1 Der Verein soll ins Vereinsregister eingetragen werden und heißt dann Verband der HörspielRegie (VdHR).
    §1.2 Er hat seinen Sitz in Berlin.
    §1.3 Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

  • 2 Definition

    Hörspielregisseur/Hörspielregisseurin im Sinne des Verbandes der Hörspielregisseure (VdHR) ist jede natürliche Person die nachweislich bei mindestens zwei Produktionen Regie geführt hat, die bei einer Sendeanstalt des öffentlichen Rechts zur Ausstrahlung gelangt sind. Die Ausstrahlung muss im Programmzusammenhang als Hörspiel (inklusive jeglicher Derivate: Kinderhörspiel, Kriminalhörspiel, usw.), Hörstück, Ars Acustica, Medienkunst, Radiodrama, Soundstory oder Radioplay ausgewiesen gewesen sein. In einzelnen Fällen können auch Radiofeature-Produktionen die genannten Bedingungen erfüllen, hier entscheidet der Vorstand über die Statthaftigkeit. Wird der Vorstandsbeschluss innerhalb von vier Wochen nach Ablehnung des Antrags angefochten, wird bei der nächsten Mitgliederversammlung über den Antrag entschieden.

  • 3 Vereinszweck

    §3.1 Zweck des Vereins ist
    · die Wahrung, Pflege und Förderung der beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der deutschsprachigen Hörspielregisseure und -regisseurinnen;
    · die Interessenvertretung der Hörspielregisseure und -regisseurinnen gegenüber den Rundfunk- und Fernsehanstalten, Verlagen, Audioverwertern aller bestehenden und noch zu entwickelnden Formen, der Hörspielwirtschaft, den Gewerkschaften sowie Ministerien, gesetzgebenden Körperschaften und allen Institutionen der Hörspielförderung;
    · die Förderung des Hörspiels und der Hörspielbildung, sowie aktive Beteiligung der Hörspielregisseure und -regisseurinnen am kulturellen Leben;
    · die Förderung des Hörspiels, der Ars Acustica, des Hörfeatures und aller auditiven Formen allgemein als wesentlichen Bestandteil der deutschen und europäischen Kultur;
    · den Austausch von Erfahrungen und das Gespräch über Perspektiven sämtlicher auditiver Formen zwischen den Hörspielregisseuren anzuregen, zu stärken und zu pflegen;
    · die Kooperation mit künstlerisch Schaffenden anderer Fakultäten (Theater, Film, Musik, bildende Kunst usw.) aufzubauen und zu fördern;
    · die Erhaltung des für die auditiven Künste wichtigen historischen Erbes.
    §3.2 Der Verein wird als Vereinigung von Urhebern/Leistungsschutzberechtigten ermächtigt, gemeinsame Vergütungsregeln mit Vereinigungen von Werknutzern oder einzelnen Werknutzern gemäß § 36 UrhG aufzustellen.
    §3.3 Der Verein verfolgt auch das Ziel, wettbewerbswidrigen Zuständen und unzulässigen Allgemeinen Geschäftsbedingungen entgegenzutreten. Dieses Ziel soll insbesondere durch die Geltendmachung von Ansprüchen auf Unterlassung und auf Widerruf sowie durch das Aussprechen von Mittelstandsempfehlungen erreicht werden.

  • 4 Selbstlosigkeit

    Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

  • 5 Mitgliedschaft

    §5.1 Mitglied kann jeder/jede Hörspielregisseur/In (nach § 2 der Satzung) werden. Dem schriftlichen Aufnahmeantrag kann der Vorstand innerhalb eines Monats widersprechen. Gegen den Beschluss des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung angerufen werden.
    §5.2 Die Mitgliedschaft endet mit Tod, Austritt oder Ausschluss aus dem Verein.
    §5.3 Der Austritt kann nur zum Ende eines Kalenderjahres erfolgen und muss 3 Monate vor dem Jahresende schriftlich mitgeteilt werden.
    §5.4 Es werden Mitgliedsbeiträge erhoben. Der Mitgliedsbeitrag beträgt jährlich mindestens € 50,–. Fällig bis spätestens zum 15. Juni eines jeden Jahres.
    §5.5 Bei groben Verletzungen der Vereinspflichten, z. B. Nichtzahlung des Mitgliedsbeitrags trotz zweimaliger Mahnung, kann der Vorstand den Ausschluss eines Mitglieds beschließen. Gegen den Beschluss des Vorstandes kann die Mitgliederversammlung angerufen werden.

  • 6 Mitgliederversammlung

    §6.1 Das oberste Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung.
    §6.2 Eine ordentliche Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) findet einmal im Jahr statt.
    §6.3 Die Einberufung der Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich durch den Vorstand (dies kann auch per Email erfolgen). Dabei ist die vom Vorstand festgesetzte Tagesordnung mitzuteilen. Zwischen dem Tag der Einladung und dem Termin der Versammlung soll eine Frist von 2 Wochen liegen.
    §6.4 Mit der Einberufung der ordentlichen Mitgliederversammlung ist die Tagesordnung mitzuteilen, die folgende Punkte enthalten muss:
    a) Entgegennahme der Berichte
    b) Kassenbericht
    c) Entlastung des Vorstandes (nur bei Wahl)
    d) Wahlen des Vorstandes sowie des/der Revisors/Revisorin
    e) Beschlussfassung über die vorliegenden Anträge
    §6.5 Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist innerhalb einer Frist von zwei Wochen mit entsprechender Tagesordnung einzuberufen,
    a) wenn einviertel der Mitglieder dies beim Vorstand beantragt,
    b) auf Beschluss des Vorstandes.
    §6.6 Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Zahl der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig.
    §6.7 Jedes Mitglied kann sich durch ein anderes Mitglied aufgrund einer schriftlichen Vollmacht vertreten lassen.
    §6.8 Entscheidungen werden, soweit nichts anderes geregelt ist, mit der Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen getroffen; Stimmenthaltungen bleiben unberücksichtigt (einfache Mehrheit). Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. Satzungsänderungen bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen, wobei Stimmenthaltung unberücksichtigt bleibt.
    §6.9 Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden protokolliert.

  • 7 Vertretungsberechtigter Vorstand gem. § 26 BGB

    Der Vorstand besteht aus dem ersten und dem zweiten Vorsitzenden. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln zur Vertretung des Vereins berechtigt.

  • 8 Geschäftsführender Vorstand

    §8.1 Die Mitgliederversammlung beschließt, ob und in welcher Anzahl weitere geschäftsführende, nicht vertretungsberechtigte Vorstandsmitglieder gewählt werden.
    §8.2 Der Vorstand ist für alle Vereinsangelegenheiten zuständig, die nicht durch Satzung ausdrücklich der Mitgliederversammlung zugewiesen sind.
    §8.3 Er fasst Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, hierüber werden schriftliche Protokolle angefertigt. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Vorstandsmitglieder anwesend sind, hiervon mindestens eines der vertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder.
    §8.4 Die einzelvertretungsberechtigten Vorstandsmitglieder sind an die Mehrheitsbeschlüsse des Vorstands gebunden.
    §8.5 Der Vorstand wird für die Dauer von 2 Jahren gewählt. Der Vorstand bleibt bis zur Wahl eines neuen Vorstandes im Amt.
    §8.6 Die Amtsdauer eines Vorstandsmitglieds endet mit dem Rücktritt, durch Tod, dem Eintritt der Geschäftsunfähigkeit oder durch Abwahl aus wichtigem Grund (vorsätzlich falsche Geschäftsführung sowie Zuwiderhandlung gegen den Vereinszweck) durch die Mitgliederversammlung. Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Der Rücktritt wird frühestens mit Wahl des Nachfolgers wirksam. Die Wahl muss innerhalb von vier Wochen durch die Mitgliederversammlung erfolgen
    §8.7 Stehen der Eintragung im Vereinsregister bestimmte Satzungsinhalte entgegen, ist der Vorstand berechtigt, entsprechende Änderungen eigenständig durchzuführen.

  • 9 Revision

    Die Mitgliederversammlung wählt mindestens eine/n Revisor/in. Die Aufgaben sind die Rechnungsprüfung und die Überprüfung der Einhaltung der Satzungsvorgaben und Vereinsbeschlüsse.

  • 10 Auflösung

    Bei Auflösung des Vereins fällt das Vermögen an eine Organisation, einen Verein oder eine Initiative, welche die Förderung und Wahrung der Hörspielkunst zum Ziel hat. Über die Vergabe entscheidet die letzte stattfindende Mitgliederversammlung in einfacher Mehrheit.